123456qwertz: Am 1. Februar ist „Ändere-Dein-Passwort-Tag“

Ob beim Surfen, Online-Shopping oder beim Aufrufen unserer E-Mails: Die meisten von uns nutzen mehrfach täglich Passwörter, um sich bei Onlinediensten anzumelden. Viele User gehen dabei sehr unkritisch mit ihren Passwörtern um. Alljährlich zielt der „Ändere-Dein-Passwort-Tag“ daher darauf ab, den Schutz der eigenen Login-Daten ins Bewusstsein der Internet-Nutzer zu rufen.

Ändere dein Passwort Tag

Foto: CC0 1.0, Pixabay / thedigitalway / Ausschnitt bearbeitet

Lieber bequem als sicher?

Man mag es kaum glauben, aber laut einer Studie des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) für Softwaresystemtechnik an der Universität Potsdam ist die Ziffernfolge „123456“ eines der am häufigsten genutzten Passwörter der Deutschen. Hoch im Kurs stehen bei Internetnutzern in der Bundesrepublik auch „Passwort“, ein schlichtes „Hallo“ oder „qwertz“, das sich bequem mit einem Fingerwisch auf der Tastatur eingeben lässt.

So praktisch diese Passwörter auf den ersten Blick erscheinen mögen, so unsicher sind sie auch. Und seien wir mal ehrlich: Wir wissen das alle. Umso überraschender ist es, dass unsichere Passwörter ein Risiko sind, das User rund um den Globus täglich eingehen. Bereits seit mehreren Jahren ruft daher der Technik-Blog Gizmodo zum „Change your Password Day“ auf.

How-To: Sichere Passwörter erstellen und verwalten

Sollten Sie sich beim Lesen unseres Beitrages gerade ein wenig ertappt fühlen, folgen hier einige hilfreiche Tipps, wie Sie sichere Passwörter generieren können. Beispielsweise hilft es nicht, einen besonders ausgefallenen Begriff zu wählen, sofern dieser im Wörterbuch zu finden ist. Was also empfehlen Experten für Sicherheit im Internet?

  • 1. Verwenden Sie grundsätzlich Passwörter, die aus mindestens zwölf Zeichen bestehen. Dabei sollten Sie Ziffern, Groß- und Kleinbuchstaben sowie Sonderzeichen mischen. Reine Zahlenfolgen sind für Hacker leicht zu knacken.
  • 2. Verwenden Sie keine echten Worte, wie „Baum“ oder „Winter“. Hacker können nicht nur Zahlenfolgen, sondern auch Begriffe aus Wörterbüchern via Brute-Force-Attacke austesten.
  • 3. Dass Sie keine Daten, die sich auf Ihre Person beziehen, als Passwort nutzen, versteht sich von selbst. Ihr Geburtstag, Ihre Postleitzahl oder Ähnliches sind tabu.
  • 4. Verwenden Sie Ihr Passwort nie mehrfach. Sollte Website A einmal gehackt werden, könnte Ihr Passwort mit Ihrem Konto auf Website B in Verbindung gebracht werden.
  • 5. Verraten Sie Ihre Passwörter niemandem.
  • 6. Lassen Sie Ihre Passwörter nicht offen herumliegen und speichern Sie diese nur verschlüsselt, beispielsweise in einer Passwort-Manager-Software.
  • 7. Ändern Sie Ihre Passwörter in regelmäßigen Abständen.

Hilfe bei der Wahl eines sicheren Passwortes können übrigens auch Tools wie der Passwort Generator bieten. Dieser erstellt mit wenigen Klicks ein zufälliges Passwort, das den oben beschriebenen Anforderungen genügt. Darüber hinaus werden unter dem Hashtag #ChanceYourPasswordDay auch dieses Jahr Sicherheitsexperten wieder wertvolle Ratschläge auf Twitter geben.

Kommentar schreiben